HGÜ-Projekt Korridor B Konverterstationen: Milliarden-Auftrag für Hitachi Energy von Amprion

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

Hitachi Energy unterzeichnete mit dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion Verträge über die Lieferung von vier Konverterstationen für zwei Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsverbindungen.

(Bild:  Parilov / Adobe Stock)
(Bild: Parilov / Adobe Stock)

Das HGÜ-Projekt (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Verbindung) Korridor B des deutschen Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) Amprion soll Windenergie von der Nordseeküste ins Ruhrgebiet transportieren und 4 Millionen Menschen mit Strom versorgen. Hitachi Energy liefert hierfür vier Konverterstationen. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von über zwei Milliarden Euro.

Projekt „Korridor B“ von Amprion: Hitachi Energy liefert hierfür Konverterstationen.(Bild:  Hitachi Energy)
Projekt „Korridor B“ von Amprion: Hitachi Energy liefert hierfür Konverterstationen.
(Bild: Hitachi Energy)

Diese Aufträge folgen auf die im September 2023 unterzeichnete Kapazitätsreservierungs-Vereinbarung, in der Hitachi Energy als bevorzugter Lieferant für vier Konverterstationen ausgewählt wurde. Sie sollen an den Netzverknüpfungspunkten in Heide, Wilhelmshaven, Polsum und Hamm errichtet werden.

Konverterstationen für den Korridor B

Die als V48 und V49 bezeichneten HGÜ-Verbindungen bilden Korridor B – eine Hochleistungs-Übertragungs-Autobahn, die saubere Energie aus Onshore- und Offshore-Windparks im Norden zu den industriellen Lastzentren im Westen bringen und dazu beitragen soll, die konventionelle Stromerzeugung zu ersetzen, die dort derzeit zur Versorgung verwendet wird.

„Das Projekt wird bereits ab Anfang der 2030er Jahre grünen Strom zu Millionen von Haushalten und Industrie in Nordrhein-Westfalen transportieren“, erklärt Dr. Hendrik Neumann, CTO bei Amprion.

Korridor B besteht aus zwei neuen Erdkabelverbindungen mit je zwei Konverterstationen, die Strom von der Nordseeküste in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ins Ruhrgebiet transportieren. Jedes Erdkabelsystem wird 2 Gigawatt (GW) übertragen – genug, um 4 Millionen Menschen mit Strom zu versorgen. Bei Bedarf kann die Übertragungskapazität über zusätzlich verlegte Leerrohre um weitere 4 GW erhöht werden.

Im Rahmen der Verträge wird Hitachi Energy HVDC Light Umrichter-Systeme liefern, installieren und in Betrieb nehmen, die jeweils eine Leistung von 2 GW übertragen können. Die Umrichter werden mit 525 Kilovolt (kV) arbeiten, der Spannungsebene, die als Standard für die neueste Generation von HGÜ-Verbindungen gilt. Die Konverterstationen sollen Anfang der 2030er Jahre in Betrieb genommen werden.

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