Made in Germany GreenTech: Globale Führungsrolle für deutsche Unternehmen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Der internationale Wettlauf um die Führung bei Klimaschutztechnologien ist in vollem Gange. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen sieht Chancen für eine führende Rolle im Bereich GreenTech.

(Bild:  CreativePulse / Adobe Stock)
(Bild: CreativePulse / Adobe Stock)

Photovoltaik, Wärmepumpen, Kreislaufwirtschaft: GreenTech, also grüne Technologien, spielen eine zentrale Rolle beim Erreichen der Klimaziele. Immer mehr Länder ergreifen Maßnahmen, um die Ansiedlung wichtiger Schlüsseltechnologien an ihren Standorten zu begünstigen. Auch Deutschland hat gute Voraussetzungen, um vorne mitzuspielen. Eine Mehrheit von 57 Prozent der hiesigen Unternehmen sehen ein sehr großes oder eher großes Potenzial für Deutschland, eine führende Rolle bei grünen Technologien einzunehmen. 35 Prozent sehen eher geringes und nur 6 Prozent kein Potenzial.

Mit grünen Technologien entstehen wichtige Wachstumsmärkte, die einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der Umwelt- und Klimakrise leisten.

Juliane Petrich, TÜV-Verband

Green Tech – Made in Germany

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 500 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. „Mit grünen Technologien entstehen wichtige Wachstumsmärkte, die einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung der Umwelt- und Klimakrise leisten“, so Juliane Petrich, Referentin für Politik und Nachhaltigkeit beim TÜV-Verband. GreenTech – Made in Germany sei bereits heute ein Exportschlager. Mit den richtigen Rahmenbedingungen könne die deutsche Industrie zum Weltmarktführer werden.

Die Umfrage zeigt, dass vor allem große Unternehmen ab 250 Beschäftigten (67 Prozent) Potenzial für eine Vorreiterrolle sehen. Diejenigen befragten Unternehmen, die Deutschland eine Führungsrolle zutrauen, sehen besonders große Potenziale in der Photovoltaik (79 Prozent), der energieeffizienten Produktion (78 Prozent) und der Windenergie (75 Prozent). Aber auch bei den Themen Energiespeicherung (72 Prozent), Kreislaufwirtschaft (70 Prozent), Wärmepumpen (62 Prozent), Elektromobilität (53 Prozent) und Wasserstoff (53 Prozent) sieht mehr als die Hälfte der Befragten große Potenziale für den Standort Deutschland.

„Schon heute kommen viele Patente im Bereich GreenTech aus Deutschland. Innerhalb Europas ist Deutschland das mit Abstand wichtigste Forschungsland für grüne Technologien. Mehr als die Hälfte der relevanten Patente in der EU kamen 2022 aus Deutschland“, sagt Petrich. „Damit Unternehmen in Deutschland grüne Technologien entwickeln können, brauchen sie Planungssicherheit. Die Kürzung des Klima- und Transformationsfonds ist da das falsche Signal.“

Standards und Zertifizierungen für GreenTech

Die Nachfrage nach „GreenTech Made in Germany“ auf den Weltmärkten ist nach wie vor hoch. Das Qualitätsversprechen müsse aber laut dem TÜV-Verband auch in Zukunft abgesichert werden – über Standards und Zertifizierungen. Sie würden über die Möglichkeit des Marktzugangs entscheiden, Schlüsseltechnologien gestalten und nachhaltig unsere Resilienz in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld stärken.

 „Wer die Standards setzt, bestimmt den Markt. Das haben die USA und in besonderem Maße auch China erkannt. Hier dürfen wir nicht den Anschluss verlieren und unsere Marktstellung verspielen“, erklärt Juliane  Petrich. „Bei grünen Technologien geht es in besonderem Maße neben der Sicherheit um Qualität. Man muss sich darauf verlassen können, dass diese Technologien wirklich halten, was sie versprechen. Ist ein Gaskraftwerk H2-ready? Ist ein Produkt recycelbar? Wie effizient ist ein Produkt oder eine Anlage?“ Unabhängige Prüfungen würden nicht nur das notwendige Vertrauen in grüne Technologien sichern, sondern seien auch entscheidend für den Marktzugang.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung