Studie Erneuerbares Stromsystem kann Europa Milliarden sparen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Eine Studie des europäischen Verbandes Windeurope in Kooperation mit Hitachi Energy untersucht die Gesamtkosten der Transformation des europäischen Stromsystems anhand verschiedener Szenarien. Klares Ergebnis der Studie: Je mehr Erneuerbare in das Stromsystem integriert werden, desto günstiger – sogar unter Einbeziehung notwendiger Investitionen in Speicher, Netze und Elektrifizierung.

Je mehr Erneuerbare in das europäische Stromsystem integriert werden, umso günstiger sind die zu erwartenden Kosten.(adobe.stock.com - Argitopia)
Je mehr Erneuerbare in das europäische Stromsystem integriert werden, umso günstiger sind die zu erwartenden Kosten.
(adobe.stock.com - Argitopia)

BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser: "Für ein wahrhaft kostengünstiges, zukunftsfestes und auch in Krisenzeiten resilientes Stromsystem führt kein Weg am Ausbau der Erneuerbaren im großen Stil vorbei. Erneuerbare Energien haben sehr geringe Gestehungskosten. Sie schaffen neue Arbeitsplätze, stärken die industrielle Wertschöpfung in Europa und machen uns unabhängiger von Energieimporten und widerstandsfähiger gegen externe Schocks. Der russische Angriff auf die Ukraine und die wachsende Skepsis der USA gegenüber der EU verdeutlichen, dass Europa perspektivisch bei der Energieversorgung auf den eigenen Beinen stehen muss. Das geht nur mit Erneuerbaren Energien."

Fünf Szenarien mit klarem Ergebnis

Die Studie von Windeurope und Hitachi Energy untersucht insgesamt fünf Szenarien. Einen ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren (Wind an Land, Wind auf See, Photovoltaik, Bioenergie und Wasserkraft), einen stärkeren Ausbau der Kernenergie, einen ambitionierten Ausbau von Wasserstoffelektrolyse, ein Szenario mit verstärktem Wasserstoffeinsatz und CCS sowie eine fortgesetzte Nutzung von konventionellen Energieträgern bei einem langsameren Rollout der Erneuerbaren. In den ersten vier Szenarien erreicht Europa seine Energie- und Klimaziele, im letzten Szenario werden diese verfehlt. Für die Betrachtung der Gesamtkosten werden neben dem reinen Ausbau der Stromerzeugung auch Kosten für Netze und Speicherung berücksichtigt. Dabei erfordern die Netto-Null-Szenarien umfangreichere Investitionen als das Szenario mit verlängerter Nutzung fossiler Energien. Folgekosten, wie Klimaschäden, Gesundheitsrisiken, Verlust von Biodiversität etc. wurden nicht in die Berechnung aufgenommen.

Kosten sprechen eindeutige Sprache

Alle Szenarien die auf einen starken Ausbau der Erneuerbaren verzichten, führen zu höheren Kosten. Bis zum Jahr 2050 belaufen sich die Mehrkosten auf Summen zwischen 487 und 860 Milliarden Euro. Auch unter Berücksichtigung der notwendigen hohen vor allem industrieseitigen Investitionen ist ein auf Erneuerbaren basierendes Szenario günstiger. Ein auf Erneuerbaren fußendes Szenario ist sogar 1,6 Billionen Euro günstiger als eines, das die Klimaziele verfehlen würde.

"Die Studie unterstreicht die hohe Bedeutung der Erneuerbaren Energien für die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Europa. Bei allen mit einem Ausbau der Erneuerbaren verbundenen Kosten ist eines klar: Die Erneuerbaren nicht auszubauen, ist noch deutlich teurer. Was auf europäischer Ebene gilt, sollte auch für die Energiewende in Deutschland als Leitlinie gelten. Wir brauchen mehr Erneuerbare Energien, wenn wir unseren Strombedarf in Zukunft sicher, unabhängig und kostengünstig decken wollen. Daran muss sich auch das Stromsystem anpassen. Unsere Vorschläge dafür liegen auf dem Tisch. Es ist höchste Zeit, die notwendigen Transformationsprozesse beherzt anzugehen und die nötigen Investitionen frühzeitig und vorausschauend zu tätigen", kommentiert Heinen-Esser.

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