Energiemanagement: Nachhaltigkeitserfolge verständlich darstellen

Ein Gastbeitrag von Carsten Müller 3 min Lesedauer

Der Kotzenberg Textil-Service hat sich zum Ziel gesetzt, seine Dienstleistungen mit modernem Umweltschutz zu kombinieren. Daher wurden diverse Energiemanagement-Projekte umgesetzt.

(Bild:  Sabineyro / Adobe Stock)
(Bild: Sabineyro / Adobe Stock)

Um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz kommt heutzutage kein Unternehmen mehr herum. Das gilt auch für die Kotzenberg Textil-Service GmbH – ein Mietservice für Berufskleidung. Die Firma hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Dienstleistungen mit modernemUmweltschutz zu kombinieren. Zu diesem Zweck wurden verschiedenste Projekte für das Energiemanagement umgesetzt, darunter die Minimierung der Maschinen-Wasserverbräuche,Wärmerückgewinnungsprozesse, die Installation einer 100-kWp-PV-Anlage und den Einsatz von zwei Ladesäulen mit vier Ladepunkten für Elektrofahrzeuge.

Die Geschäftsführung stand dabei vor der Herausforderung, wie man die vielen Live-Daten aus den einzelnen, verstreuten und teils komplizierten System-Dashboards verständlich für alle Besucher, Mitarbeiter und Kunden visualisiert.

Visualisierung von Nachhaltigkeitserfolgen

Jede der einzelnen Komponenten des Nachhaltigkeitsprojekts hat ihr eigenes, maßgeschneidertes Dashboard sowie Kontroll- oder Prozess-System. Diese stellen sich bei den verschiedenen Anbietern mal offener dar oder kapseln sich auch überwiegend ab, sodass nahezu nur noch eigene Lösungen und Komponenten eines Herstellers untereinander kommunizieren können. Was vielen Lösungen aber fehlt, ist die Simplifizierung des „Technikabkürzungs-Dschungels“ – gegebenenfalls die Reduzierung auf eventuell drei bis vierwichtige Datenwerte.

Der Kotzenberg Textil-Service setzt als Lösung auf den CMP xMonitor, ein Tool von Cross Market Places (CMP) zur Visualisierung von unternehmensspezifischen Daten. Der CMP xMonitor setzt dabei wiederum auf das Tool ActiveDB der bill-X GmbH. So können die von der Geschäftsführungdes Textil-Service gewünschten Real-Time-Energiedaten, zum Beispiel die Stromerzeugung,der Reststrom und die Verbräuche, von verschiedenen Quellen aggregiert und in einem Dashboard visualisiert werden. Zudem werden mit Algorithmen Trends und logischen Verknüpfungen erstellt. Das Dashboard wurde zudem für einen Monitor am Empfang der Firma sowie für die Darstellung auf Desktops und Tablet optimiert und über gesicherte Verbindungenwie Intranet und VPN zugänglich gemacht.

CMP xMonitor Dashboard für das Energiemanagement: So sieht die Übersicht über die Energieerzeugung und den Verbrauch beim Kotzenberg Textil-Service aus.(Bild:  Cross Market Places / Kotzenberg Textil-Service GmbH)
CMP xMonitor Dashboard für das Energiemanagement: So sieht die Übersicht über die Energieerzeugung und den Verbrauch beim Kotzenberg Textil-Service aus.
(Bild: Cross Market Places / Kotzenberg Textil-Service GmbH)

Synergieeffekte durch die Sammlung von Daten für das Energiemanagement

Durch die Sammlung der Daten in einem Software-Tool entstehen häufig Synergieeffekte,die den Nutzen der Lösung erheblich steigern. So können beispielsweise die Energieverbräuche verschiedener Anlagen und Geräte miteinander verglichen werden, um Optimierungspotenziale zu identifizieren. Zudem lassen sich die Daten für ein monatliches Basis-Reporting überPhotovoltaik-KPIs, Energieverbräuche oder ein Firmen-eMobility-Management mitZugangskontrolle via Firmen-RFID-Chips nutzen. Das bedeutet, dass neben dem Meta-Visualisierungs-Dashboard erweiterte Daten und Reports für verschiedene Anwendungenim Hintergrund an die Firma geliefert werden können.

Ein wichtiger Nebenaspekt, der nicht zu unterschätzen ist. Hierzu sind im Vorfeld intensive Gespräche mit allen relevanten Beteiligten in der Firma notwendig, und – je nach Anwendungsfall –auch mit den späteren Nutzern oder Betrachtern.

Eine Lösung, die mit den Aufgaben wächst

Die Zusammenarbeit zwischen der CMP und einem KMU wie dem Kotzenberg Textil-Service zeigt, dass die Visualisierung von Energiedaten ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und energieeffizienten Industrie ist. Wichtig sind Lösungen für KMUs, die mitden steigenden Anforderungen flexibel, anpassbar oder ausbaubar sind. Für die Zukunft plant die CMP, weitere Digitalisierungs- und Energieprojekte für ihren Partner zu entwickeln, die aufbauend auf der jetzigen Installation voll integrativ aufgestockt werden können, oder im Kontext von „Digitalen Zwillingen“ einen weiteren Mehrwert bringen.

Geplant ist zum Beispiel eine noch detailliertere Darstellung und Auswertung derEnergieverbräuche bis auf Maschinenebene und gegebenenfalls die Erweiterung mit einem Industrie-Batteriespeicher-System. Eine solche Lösung sollte – losgelöst von der speziellen xMonitor-Lösung – idealerweise diskriminierungsfrei und technologieoffen sein, um mit diversen Daten- und Technikschnittstellen anderer Unternehmenssysteme zusammenzuarbeite. Hier sei nur die wachsende Zahl der Fragestellungen zu Produkt- und Energiepässen im produzierenden Gewerbe zu betrachten.

Gerade in Bezug auf die vielen Fragestellungen der bestehenden und kommenden Regulierungen und Gesetze für Nachhaltigkeitsreports, können solche Lösungen eingewinnbringender zusätzlicher Baustein sein. Zu den aktuellen und künftigen Herausforderungen für Unternehmen zählt hier zum Beispiel die Corporate SustainabilityReporting Directive (CSRD) und damit die Berichte über sogenannten Säulen der Nachhaltigkeit: Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung).

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EnergiemanagementCarsten Müller
ist CEO bei der Cross Market Places GmbH.

Bildquelle: Cross Market Places