Erneuerbare Energien Effiziente Energienutzung: Solarstromspeicher boomen in Deutschland

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Dieser Tage ging in Deutschland der zweimillionste Solarstromspeicher in Betrieb. Damit übertrifft die Speicherkapazität der Solarbatterien mittlerweile 20 Gigawattstunden.

(Bild:  © scharfsinn86/stock.adobe.com)
(Bild: © scharfsinn86/stock.adobe.com)

Immer mehr Großspeicher puffern Stromschwankungen durch einen wachsenden Anteil von Solar- und Windenergie im Netz – insbesondere Solarstromstromspeicher boomen. Das teilte der der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) im Rahmen der in München stattfindenden Energiemesse The smarter E Europe mit. Mittlerweile sind hierzulande bereits 2 Millionen Solarstromspeicher in Betrieb.

Batteriespeicher-Boom in Deutschland:  Allein im vergangenen Jahr kamen rund 600.000 neue Solarstromspeicher hinzu.(Bild:  BSW-Solar)
Batteriespeicher-Boom in Deutschland: Allein im vergangenen Jahr kamen rund 600.000 neue Solarstromspeicher hinzu.
(Bild: BSW-Solar)

Alleine im vergangenen Jahr kamen rund 600.000 neue Solarbatterien hinzu. Die Speicherkapazität der Solarbatterien übertrifft derzeit 20 Gigawattstunden. Das reicht rechnerisch aus, um den durchschnittlichen Tagesstromverbrauch von circa zwei bis vier Millionen 2-Personen-Haushalten in Deutschland zu speichern – je nach Elektrifizierungsgrad der Haushalte.

Steigende Nachfrage nach Großspeichern der Megawattklasse

Während Heimspeicher bei neuen Solarstromanlagen auf Eigenheimen inzwischen zum Standard zählen, sei zuletzt insbesondere die Nachfrage nach Großspeichern der Megawattklasse gewachsen, die neben Solar- und Windparks errichtet werden, so der Bundesverband Solarwirtschaft. Sie ermöglichen es, Strom aus erneuerbaren Energien auch dann zu nutzen, wenn keine Sonne scheint, beziehungsweise kein Wind weht, und vermeiden bei intelligenter Steuerung zudem Kosten für den Ausbau der Stromnetze.

Um mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien Schritt halten zu können und diese effizient ins Stromsystem zu integrieren, müsse der Speicherausbau jedoch weiter beschleunigt werden. Nach Fraunhofer-Berechnungen zu Transformationsszenarien in der Studie „Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“ müsste die Kapazität von Batteriespeichern inklusive mobiler Batterien dafür bis zum Jahr 2030 auf circa 100 bis 150 GWh anwachsen Doch das Erreichen dieser Ziele sei nach Ansicht des BSW-Solar kein Selbstläufer. Die Umsetzung der technischen Potenziale und wirtschaftlichen Geschäftsmodelle von Batteriespeichern scheitere aktuell noch viel zu oft an den überholten rechtlichen Rahmenbedingungen. Besonders wichtig seien aus Sicht des Verbands folgende Maßnahmen:

  • Die neue Bundesregierung sollte sich unverzüglich darum kümmern, den zu Jahresbeginn im „Stromspitzengesetz“ beschlossenen flexiblen Marktbetrieb von Batteriespeichern anwendbar zu machen. 
  • Die baurechtliche Privilegierung von Batteriespeichern muss schnell in Kraft gesetzt werden.
  • Anschlussbedingungen, Netzentgelte und Anschlusskosten müssen vereinfacht und reduziert werden, damit sie den schnellen netz- und systemdienlichen Ausbau von Stromspeichern voranbringen.

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