Klimakosten CO2-Preis: Mehrheit der Deutschen unterschätzt zukünftige Kosten

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

In den kommenden Jahren steigen die Kosten für Gas und Heizöl deutlich. Viele Menschen sind sich gar nicht bewusst, was der kommende CO2-Preis für ihre Heizkosten bedeutet.

(Bild:  © Jean-Luc/stock.adobe.com)
(Bild: © Jean-Luc/stock.adobe.com)

Die Bevölkerung in Deutschland unterschätzt die finanziellen Folgen der kommenden CO2-Bepreisung. Das geht aus einer repräsentative Umfrage des schwedischen Energieunternehmens Aira hervor. Zwar haben viele Deutsche schon von CO2-Preisen gehört – aber Detailwissen darüber ist selten: 35 Prozent kennen keine Details zur anstehenden Neuausrichtung des CO2-Preises und 23 Prozent haben noch nie davon gehört. 

Aira geht davon aus, dass im Jahr 2030 – basierend auf einem CO2-Preis von 200 bis 300 Euro pro Tonne – für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Gasheizung jährliche Mehrkosten von bis zu 1.400 Euro entstehen. Doch nur 5 Prozent der Befragten schätzen diesen Betrag entsprechend ein. Die Mehrheit bleibt deutlich darunter: 23 Prozent erwarten weniger als 500 Euro, 33 Prozent liegen zwischen 500 und 800 Euro, während sich knapp 20 Prozent eine Schätzung gar nicht zutrauen.

Viele Menschen in Deutschland sehen zwar grundsätzlich die Notwendigkeit zum Handeln – doch oft fehlt ihnen die Möglichkeit. Während 9 Prozent der Befragten bereits Maßnahmen wie einen Heizungstausch, eine Sanierung, einen Umzug oder eine Verbrauchsreduktion umgesetzt haben, planen weitere 19 Prozent in den nächsten Jahren aktiv zu werden. Gleichzeitig gibt rund ein Drittel an, zwar handeln zu wollen, aktuell aber durch äußere Umstände daran gehindert zu werden – etwa aufgrund finanzieller Einschränkungen oder weil sie zur Miete wohnen.

Hintergrund: So entwickelt sich der CO2-Preis

Ab dem Jahr 2027 wird der Emissionshandel in der EU auf Gebäude und den Verkehr ausgeweitet. Zwar gibt es bereits heute in Deutschland einen festen CO2-Preis auf Heizöl, Erdgas oder Kraftstoffe – doch künftig wird der Preis nicht mehr staatlich vorgegeben, sondern soll am Markt durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden.

Als zentrales Instrument der EU-Klimapolitik soll der CO2-Preis so auf marktwirtschaftliche Anreize statt auf Verbote setzen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken.

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