Biogas: Harting kauft Anlage für Standort Espelkamp

Verantwortlicher Redakteur:in: Michael Hobohm 1 min Lesedauer

Die Harting Technologiegruppe reagiert auf die verschlechterten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Mit dem Kauf einer eigenen Biogasanlage für einen zweistelligen Millionenbetrag ist das Unternehmen in Espelkamp frei von fossilen Energieträgern zur Beheizung und für Produktionsprozesse.

(Quelle:  Harting)
(Quelle: Harting)

„Damit schaffen wir Produktionssicherheit für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und die Menschen in unserer Region“, erklärt Philip Harting, Vorstandsvorsitzender der Harting Technologiegruppe. „Die durch den Ukraine-Krieg bedingte Versorgungsnotlage und befürchteten Energieengpässe haben uns deutlich gezeigt, dass wir unsere Grundversorgung selbst sichern und uns unabhängiger von politischen Entwicklungen machen müssen. Das zwischenzeitlich aus diesem Grund zur Absicherung aus dem Ausland stammende Propangas wird jetzt durch heimisches Biogas ersetzt.

Unabhängig von externer Belierung

Die internationale Technologiegruppe mit ihren weltweiten Lieferverpflichtungen muss eine Produktion rund um die Uhr auch in Espelkamp gewährleisten bei gleichzeitiger sicherer Energieversorgung zu planbaren Kosten.

Mit dem nun abgeschlossenen Kauf einer eigenen Biogasanlage in der Tütenbeke in Espelkamp bringt Harting die für das Unternehmen so wichtige Produktionssicherheit und auch die Umweltphilosophie auf einen gemeinsamen Nenner. Das Biogas wird dabei nicht ins Erdgasnetz eingespeist, sondern in Espelkamp „direkt vor der Haustür“ im eigenen Netz verteilt. Dadurch wird in 2024 die Prozesswärme und Nahwärme netzunabhängig gedeckt. Harting stellt sich damit autark von externer Belieferung auf, um sich für weitere Verknappungen in Notsituationen auf diese Weise bestens zu rüsten und die Kosten kalkulierbar zu halten.

Wichtig für Espelkamp: Mit dem Betrieb der Biogasanlage wird gleichzeitig die Beheizung des städtischen Schwimmbads „Atoll” in Espelkamp sichergestellt.

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