Stationäre Stromspeicher Batteriespeicher: Der Ausbau boomt – doch es ist noch viel Luft nach oben

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Die Kapazität stationärer Stromspeicher in Deutschland hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verfünffacht. So sind derzeit rund 2,4 Millionen Batteriespeicher in Betrieb – meist in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Doch das reicht noch nicht.

(Bild:  © AllahFoto/stock.adobe.com)
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Eine erfolgreiche Energiewende erfordert auch Batteriespeicher. Sie kappen Stromspitzen in der Mittagszeit, reduzieren den Netzausbaubedarf und können auch zur Notstromversorgung eingesetzt werden. Auch in Deutschland geht der Stromspeicherausbau flott voran: Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) sind hierzulande momentan rund rund 2,4 Millionen Batteriespeicher in Betrieb. Damit hat sich deren Zahl in den vergangenen fünf Jahren mehr als verfünffacht – auf eine Gesamtkapazität deutlich über 25 Gigawattstunden. Zur Einordung: Rechnerisch reicht die Leistung, um den durchschnittlichen Tagesstromverbrauch von über drei Millionen modernen Zwei-Personen-Haushalten zu speichern.

Kapazität stationärer Batteriespeicher in Deutschland: 2025 lag die Gesamtkapazität bei geschätzt rund 25 GWh. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) werden bis 2030 rund 100 GWh benötigt.(Bild:  BSW-Solar)
Kapazität stationärer Batteriespeicher in Deutschland: 2025 lag die Gesamtkapazität bei geschätzt rund 25 GWh. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) werden bis 2030 rund 100 GWh benötigt.
(Bild: BSW-Solar)

Nach vorläufigen Berechnung des BSW-Solar wurden vergangenes Jahr knapp 600.000 neue stationäre Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt rund 6,5 GWh neu in Betrieb genommen. Dies entspricht einem leichten Kapazitätsplus gegenüber dem Vorjahr 2024 in Höhe von rund fünf Prozent. Vor allem der Markt für Groß-Batteriespeicher boomte. Auch für das Jahr 2026 erwartet der Solar-Bundesverband ein weiteres Marktwachstum bei Großspeichern. Im Heimsegment würden die weitere Investitionsbereitschaft hingegen stark von der Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens für die Photovoltaik und für Wärmepumpen abhängen.

Ausbau von Batteriespeicher noch zu schleppend

Trotz deutlicher Zuwächse in den vergangenen Jahren befindet sich der Speicherausbau in Deutschland nach Einschätzung von Energieexperten noch nicht auf der Zielgeraden. Nach Meinung des BSW-Solar müsste die neu installierte Batteriespeicherkapazität bis 2030 auf rund 100 GWh vervierfacht werden.

Das würde bedeuten, dass der jährliche Ausbau von Batteriespeicherkapazitäten mehr als verdoppelt werden müsste, um die Stromversorgung in den kommenden Jahren weitestgehend auf erneuerbare Energien umzustellen. 

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