Balgengaszähler: Honeywell führt "EI5" ein

Verantwortlicher Redakteur:in: Michael Hobohm 2 min Lesedauer

Honeywell hat die europäische Markteinführung von 100-prozentig wasserstofftauglichen Balgengaszählern bekanntgegeben. Der intelligente Gaszähler "Honeywell EI5", der in den Niederlanden bereits erfolgreich getestet wurde, ist Teil einer umfassenderen Initiative, die auf die Ziele des europäischen Green Deal ausgerichtet ist.

(Quelle:  depositphotos_390347656_xl)
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Der neue Balgengaszähler kann sowohl Wasserstoff als auch Erdgas messen und ist somit auf dem gesamten europäischen Kontinent einsetzbar. Einmal installiert, machen diese Zähler einen künftigen Austausch überflüssig, selbst wenn die Netze auf Wasserstoff umgestellt werden, wodurch die langfristigen Kosten gesenkt und die betriebliche Nachhaltigkeit verbessert werden. Das Design und die Funktionalität des EI5 hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) geprüft und zertifiziert, um die Sicherheit, Genauigkeit und Bereitschaft für die sich entwickelnde Energielandschaft zu gewährleisten.

Zähler als Schlüsselkomponente

"Die wasserstofftauglichen Zähler von Honeywell sind der Schlüssel für einen nahtlosen Übergang zu Wasserstoffenergie in den europäischen Versorgungsnetzen", sagt Kinnera Angadi, Chief Technology Officer of Smart Energy and Thermal Solutions bei Honeywell. "Wir verbessern die betriebliche Effizienz mit zukunftsfähigen Zählern und helfen unseren Kunden, in einem Markt, der sich schnell auf umweltfreundlichere Energielösungen umstellt, die Nase vorn zu haben."

In den Niederlanden erfolgt die Lieferung der Gaszähler im Anschluss an ein Pilotprojekt in Wagenborgen an die Enexis-Gruppe, einen der größten Gasverteiler des Landes.  Im Rahmen dieses Pilotprojekts werden Wohnhäuser aus den 1970er Jahren umgebaut und in ein Wasserstoffnetz integriert, das nicht nur die EI5-Gaszähler, sondern auch einen zentralen Wasserstoffkessel für Heizung und Warmwasser umfasst. Mit Blick auf die Zukunft zielt das Projekt darauf ab, Pionierarbeit bei der Nutzung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse zu leisten und damit einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltige Energienutzung zu machen.

Wettbewerbsfähigkeit erwartet

Aus dem 2020 Hydrogen Council Report geht hervor, dass die Kosten für Wasserstoff bis 2030 sinken dürften, sodass er mit anderen kohlenstoffarmen Alternativen wettbewerbsfähig wird. Dies veranlasst große Versorgungsunternehmen wie die Enexis Group dazu, ihre Hauptgasleitungen innerhalb der nächsten drei Jahre auf Wasserstoff umzustellen.

"Der Übergang zu sauberer Energie ist ebenso notwendig wie komplex", sagt Ruud Busscher, Programmmanager für Energietransit und Wasserstoff bei der Enexis Group. "Dieses Projekt zielt darauf ab, die Art und Weise, wie wir arbeiten, durch den Einsatz einer Alternative zu Erdgas zu verändern. Wir wollen herausfinden, wie das bestehende Netz durch Wasserstoff beeinflusst wird und welche neuen Wege für eine nachhaltige Zukunft beschritten werden können.

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