Onshore und Offshore Windenergie: Der Ausbau in Deutschland geriet 2024 ins Stocken

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Der Ausbau der Windenergie in Deutschland konnte im vergangenen Jahr nicht an die Wachstumszahlen der Vorjahre anknüpfen. Der Zubau an Land rutschte sogar unter den Vorjahreswert.

(Bild:  engel.ac / Adobe Stock)
(Bild: engel.ac / Adobe Stock)

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland neue Windkraftanlagen an Land und auf dem Meer mit einer Gesamtleistung von knapp 4.000 MW errichtet. Doch dabei hat sich der der Markt für Windenergie uneinheitlich entwickelt: Während der Zubau an Land unter den Vorjahreswert gerutscht ist, setzt sich der Wachstumskurs im Segment der Offshore Windenergie fort.

Jährlich installierte Windenergie-Leistung in Deutschland: Der Zubau bei der Onshore-Windenergie geriet in 2024 etwas ins Stocken.(Bild:  IWR)
Jährlich installierte Windenergie-Leistung in Deutschland: Der Zubau bei der Onshore-Windenergie geriet in 2024 etwas ins Stocken.
(Bild: IWR)

Das geht aus den aktuell veröffentlichten Zahlen des Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt 701 Windturbinen (2023: 782 Anlagen) mit einer Leistung von 3.920 MW (2023: 3.843 MW) neu in Betrieb genommen.

Windenergie: Ausbau an Land unter Vorjahres-Niveau

Auf die Windenergie an Land entfielen insgesamt 628 neu gebaute und in Betrieb genommene Windkraftanlagen (2023: 755 Anlagen) mit einer Leistung von 3.178 MW (2023: 3.585 MW).

Das Segment Offshore-Windenergie verzeichnete hingegen ein deutliches Wachstum: So gingen 2024 zwei Windparks auf See mit zusammen 73 Windturbinen (2023: 27 Anlagen) und einer Leistung von 742 MW (2023: 257 MW) ans Netz. DieWindparks Gode Wind 3 von Ørsted in der Nordsee und Baltic Eagle von Iberdrola in der Ostsee sind planmäßig ans Netz angeschlossen worden.

NRW belegt den Spitzenplatz

im Bundesländer-Ranking liegt mit 152 neuen Windturbinen und 733 MW Leistung Nordrhein-Westfalen auf Rang 1, dahinter folgen Niedersachsen (126 Anlagen, 652 MW), Schleswig-Holstein (115 Anlagen, 579 MW), Brandenburg (69 Anlagen, 360 MW) und Sachsen-Anhalt (46 Anlagen, 250 MW).

Am Ende des Bundesländer-Rankings der Flächenstaaten sind das Saarland (2 Anlagen, 9,8 MW), Sachsen (5 Anlagen, 23,9 MW) und Thüringen (6 Anlagen, 30,7 MW) zu finden. In den Stadtstaaten (Hamburg, Bremen, Berlin) wurden im vergangenen hingegen keine Windkraftanlagen in Betrieb genommen.

Windenergie-Aufschwung in 2025 und 2026

Das IWR erwartet, dass der Windenergie-Ausbau in Deutschland in den kommenden Jahren wieder an Fahrt gewinnt. Mit der Raumordnungsnovelle und weiterer Gesetze 2022 und 2023 hat die Ampel-Bundesregierung den Bau von Infrastrukturprojekten (Windparks, Zugstrecken, Stromnetze, große Industrieanlagen) vereinfacht und die Genehmigungsverfahren deutlich verkürzt.

Im Offshore-Segment gehen nach den aktuellen Planungen in diesem Jahr die Offshore-Windparks He Dreiht (und Borkum Riffgrund 3 mit insgesamt 1.800 MW in Betrieb, im Jahr 2026 folgt der Offshore-Windpark Windanker mit einer Leistung von 300 MW.

„Das Jahr 2024 markiert in der deutschen Windbranche ein Übergangsjahr. Nach den steigenden Ausschreibungszahlen der Bundesnetzagentur sind die Voraussetzungen gut, dass der Windmarkt in Deutschland 2025 und vor allem 2026 deutlich an Schwung gewinnt“, kommentiert IWR-Chef Dr. Norbert Allnoch die aktuelle Situation.

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